Blindbacken ohne Hülsenfrüchte

Zum Backen von Kuchenböden ist es verbreitet, getrocknete Hülsenfrüchte während des Backvorgangs auf den Boden zu legen damit nur der Rand aufgeht, der Boden aber selber flach bleibt. Nach dem Backen werden die Hülsenfrüchte entsorgt.

Die Vorstellung 500-1000g Hülsenfrüchte wie z.B. getrocknete Erbsen zu verschwenden, nur damit ein Kuchenboden eine schönere Form bekommt, sollte nicht nur jenen zu denken geben die wissen wie viel Arbeit es ist solch eine Menge zu produzieren.

Sinn des Blindbackens ist es, den Teig auf der Fläche zu beschweren so, dass er sich gleichmäßig ausbreitet und nicht zusammenfällt. Der Teig wird vorher mit einer Gabel mehrmals eingestochen und eine Lage Backpapier darüber gelegt. Auf das Backpapier kommen die Hülsenfrüchte.
Diese Methode wird meistens bei Mürbeteig für Tartes angewendet.

Wirklich bedauerlich ist, dass die Hülsenfrüchte danach nicht mehr verwendbar sind. Man kann sie zwar aufbewahren und für zukünftige Backaktionen verwenden aber schade ist es trotzdem. Vor allem da es Alternativen gibt.

Eine Alternative sind Kirschkerne oder kleine rundliche Steine. Diese lassen sich immer wieder verwenden und haben die richtige Größe. Nach dem Verwenden abkühlen lassen und aufbewaren.

 

Kommentare (1)

Profilbild Sabini schrieb am
23.07.2016 um 09:16
0 Antworten

Ich backe allerdings seit Monaten mit den gleichen Bohnenkernen, die uns gekocht nicht geschmeckt haben! Es war ein Kilo teure Cannellini, welche auch nach über Nacht einweichen und 1 Stunde Kochzeit nicht weich wurden. Den trockenen Rest nehme ich jetzt zum Blindbacken. Später erfuhr ich, sowas kann passieren, wenn die Bohnenkerne zu alt sind. Leider war die Tüte mit dem Haltbarkeitsdatum da schon weg! Die Möglichkeit mit den Kirschkernen find ich aber gut. Steinchen? Ich weiß nicht recht....LG