Cumarin in Nutzpflanzen

Cumarin ist für interessante Aromen verantwortlich - beim Verzehr cumarinhaltiger Lebensmittel ist Vorsicht und die richtige Dosierung geboten.

Cumarin ist ein sekundärer Pflanzenstoff welchen man in einigen Nutzpflanzen finden kann. In zu hohen Dosen ist er gesundheitsschädlich und kann bis zum Tode führen. In geringeren Dosen kann Cumarin zu Kopfschmerzen und Schwindel führen.


Cumarin in Steinklee

Vor allem der gelbe Steinklee (Melilotus officinalis)  enthält Cumarin. Dieses sorgt bei Trocknung der Pflanze für einen typischen Heugeruch. Auch wenn Steinklee als Heilpflanze als Tee verabreicht wird entsteht die Hauptgefahr allerdings bei unsachgemäßer Lagerung. Diverse Pilze sorgen dafür, dass Cumarin in das vor allem für Tiere toxische Dicoumarol umgewandelt wird. Dessen gerinnungshemmende Eigenschaft sorgt für Blutungen. Steinklee ist somit als Tierfutter ungeeignet.

gelber steinklee
Gelber Steinklee


Cumarin in Waldmeister

Der Cumaringehalt des Waldmeisters kann durchaus problematisch sein wenn man Getränke zu stark mit diesem aromatisiert. Die Gehalt von Cumarin durch das Zufügen von Waldmeister ist in Deutschland streng reglementiert.
Die kurzfristigen Folgen von zu hohen Dosen sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.
Hin und wieder spricht nichts gegen den Konsum von Waldmeisterbowlen, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Waldmeister verwendet wird.

waldmeister
Waldmeister


Cumarin in Tonkabohnen

Tonkabohnen haben viele Liebhaber – kein Wunder denn ihr Spektrum an Aromen geht von Vanille über Waldmeister, Bittermandeln und Heu. Sie sind die Samen des Tonkabohnenbaums (Dipteryx odorata) und werden sparsam dosiert als Gewürz für Süßspeisen aber auch herzhafte Speisen verwendet. Aufgrund des Cumaringehalts sollte auch die Tonkabohne in nicht zu hohen Dosen konsumiert werden. Da man dank des intensiven Aromas Tonkabohnen ohnehin sparsam in der Küche als Gewürz einsetzt spricht nichts gegen den gelegentliche Konsum.


Cumarin in Zimt

Zimt ist nicht gleich Zimt. Der echte Zimt stammt vom Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum). Cylonzimt ist wesentlich besser im Geschmack aber auch teurer als der sich ebenfalls im Handel befindliche Cassiazimt. Dieser stammt von der Zimtkassie (Cinnamomum cassia) und ist im Handel  auch als indischer oder englischer Zimt erhältlich – und hat einen relativ hohen Cumaringehalt. Er sollte nur sehr sparsam eingesetzt werden oder besser auf Cylonzimt zurückgegriffen werden.


Fazit

Neben den intensiven, interessanten Aromen  die cumarinhaltige Pflanzen in die Küche bringen, bergen sie bei zu hohem Konsum gesundheitliche Gefahren. Verwendet man sie nicht zu oft und in Maßen spricht nichts gegen ihre Verwendung. Eine Ausnahme machen Menschen mit bekannter Unverträglichkeit. Menschen mit Leberschäden sollten auf den Konsum verzichten oder ihren Arzt zu diesem Thema befragen.