Jakobskrautbär gegen das Jakobs-Kreuzkraut

Auch wenn das Jakobs-Kreuzkraut keine eingeführte Pflanze ist, kann sie für Mensch und Tier ein Problem darstellen. Mit den Raupen des Blutbären (Schmetterling) hat die Pflanze einen natürlichen Fressfeind.

Jakobs-Kreuzkraut stellt, vor allem in der Landwirtschaft, ein zunehmendes Problem dar. In einigen Jahren ist eine massenhafte Ausbreitung der für Mensch und Vieh sehr giftigen Pflanze zu beobachten. Durch die Bitterkeit der frischen Pflanze kämen normalerweise weder Kühe,Pferde noch andere Weidetiere auf die Idee diese zu fressen. Getrocknet verliert sie ihre Bitterkeit und wird, mit getrocknetem Heu oder Silagen gereicht, gefressen. Jakobs-Kreuzkraut wirkt leberschädigend.

Landwirte und Tierhalter sollten stets bemüht sein, die Pflanze von Weiden fern zu halten. Dies ist bei größeren Flächen sehr arbeitsintensiv und erfordert einen hohen zeitlichen Aufwand.

Jakobs-Kreuzkraut
Blühendes Jakobs-Kreuzkraut

Die Natur hat dem Jakobs-Kreuzkraut mit den Raupen des Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae) einen natürlichen Gegenspieler gefunden. Der Jakobskrautbär, auch Blutbär (Karminbär) genannt gehört zu den Nachtfaltern. Die Flügel sind schwarz gefärbt, am Flügelrand befindet sich ein auffälliger roter Streifen, an hinteren Flügelrand befinden sich zwei rote Punkte.

Die Raupen (ca. 3cm) sind abwechselnd schwarz und gelb gestreift mit einigen hellen, langen Haaren. Diese sitzen meist in größeren Gruppen auf der Wirtspflanze. Hier fressen Sie die Blüten und die Blätter der Pflanze und richten bei dieser großen Schaden an. Von Juli bis August kann man die Raupen am Jakobs-Kreuzkraut beobachten. Durch die Aufnahme des Gifts, welches für sie unschädlich ist, sind sie auch für andere Tiere giftig.
In diversen Studien wird geprüft, ob sich die Tiere gezielt zur großflächigen Eindämmung des Jakobs-Kreuzkrauts eignen.

Raupen des Blutbär
Raupen des Jakobskrautbärs an den Blättern des Jakob-Kreuzkrauts

 

Jakobs-Kreuzkraut ist nur eine von vielen heimischen Giftpflanzen und nicht mal die giftigste. Wie alle Pflanzen hat auch diese ihren Platz im Ökosystem und muss nicht überall aus Panik ausgerottet werden. In Privatgärten mit kleinen Kindern und auf landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen macht eine konsequente Entfernung Sinn um Mensch und Tier zu schützen.

Blutbärraupen
Raupen des Jakobkrautbärs