Ab April bis Oktober lässt sich dieses unerfreuliche Schauspiel beobachten. Sowohl Jungpflanzen als auch größere Pflanzen wirken im Vergleich zu anderen schlaff, lassen die Blätter hängen und sterben schließlich ab. Bei den ersten Auffälligkeiten an einzelnen Pflanzen muss man direkt handeln. Denn der hierfür zuständige Schädling, die im Boden lebende Larve bestimmter Schmetterlings- bzw. Mottenlarven begnügen sich beileibe nicht mit nur einer Pflanze. Sie fressen den Wurzelhals an, höhlen ihn von innen aus und machen sich dann auf die Suche nach der nächsten Pflanze.

 

Wurzelbohrer
Der Übeltäter der etliche Salatpflanzen vernichten kann - ein Wurzelbohrer

 

Aus diesem Grund ist eine verdächtige Pflanze sofort zu entfernen und der Wurzelbereich zu untersuchen. Schnell wird man den ca. 2 - 4cm großen Schädling finden. Die Färbung der Larven geht von weiß über gelb bis hin zu einem leichten rot-braun.
Diesen sollte man entweder sofort vernichten oder, falls man dies nicht möchte, etliche Kilometer von Nutzflächen aussetzen.

 

Wurzelbohrer
Die Mottenlarven sind idR. 2 - 4cm groß.

 

Einen wirksamen Schutz gibt es leider nicht. Sind die Eier schon im Boden helfen weder Netze noch Abdeckfließ. Dieses müsste, bis auf den Winter, ganzjährig über den Kulturen angebracht werden. Hier hilft nur rechtzeitiges Absammeln und Vernichten um den Schaden wenichstens klein zu halten.

Kommentare (6)

Profilbild Meistergärtner schrieb am
07.06.2017 um 00:13
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Das sind doch die Larven der Schnellkäfer und keine Motten Larven, oder?
Die fressen sich bei mir sogar in Reife Erdbeeren rein:(
Chicorée, Dahlien, Wurzelgemüse, Erdbeeren, Kartoffeln, Rüben, Klee, Kohl, Mais, Möhren, Salat, Petersilie, Sellerie, Tomaten, Spargel und Zwiebeln von den Biestern gefährdet.

Viele Grüße
Meistergärtner

Profilbild Selfbio schrieb am
07.06.2017 um 00:34
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Hallo,

ne die hier abgebildeten Larven sind jene des Hopfenspinners, einer Mottenart. Aber es gibt mehrere wurzelbohrende Larven.

Viele Grüße
Sascha

Profilbild GreenMint74 schrieb am
16.06.2017 um 15:17
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Moin Meistergärtner,

was Du meinst, sind Drahtwürmer. Dies sind Larven der Schnellkäfergattungen. Sehen ähnlich aus, aber ohne Borsten soweit ich weiß. Abgesehen von Schnecken, sind die Drahtwürmer nach meinem Dafürhalten das Schlimmste, was man im Garten haben kann. Zumindest bei uns in der Küstengegend. Wie Du sagst, bohren die alles an, was geht. In Folge fault es. Die einzigen ökologischen Tricks, die mir bekannt sind:

Im Frühherbst nach den letzten großen Ernten Stücke von Möhren oder Kartoffeln in die Erde stecken und nach ein paar Wochen gucken was dran hängt.

Ansonsten fräsen, fräsen, fräsen. Nicht gerade was für die Permakultur, aber nach meiner Kenntnis die einzige Methode die Viecher einigermaßen an die Oberfläche zu bekommen, damit die Vögel die Sache erledigen können...

MfG!

Profilbild Selfbio schrieb am
16.06.2017 um 15:45
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Hi, habe zum Glück keine Drahtwürmer im Garten - die würden mir gerade noch fehlen :)
Würde gerne einen Artikel über die Tiere schreiben, schon um die Unterscheidung für andere zu erleichtern. Hat da jemand von Euch Fotos von die ich verwenden dürfte?

Viele Grüße
Sascha

Profilbild GreenMint74 schrieb am
16.06.2017 um 16:31
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Wenn mir welche über den Weg laufen, werde ich sie fotografieren!

Profilbild Tim0H schrieb am
20.05.2016 um 14:54
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Danke, sehr hilfreich! Wir haben nämlich gerade ein Problem mit den Viechern :(.