Es gibt fast keinen Schmetterling den man so gut bestimmen kann wie das Tagpfauenauge (Aglais io ). Vier augenähnliche Zeichnungen auf den sonst vorwiegend rostroten Flügeloberseiten sind das typischste Erkennungsmerkmal des Edelfalters der eine Flügelspannweite von bis zu 55mm erreichen kann. Die Flügelunterseiten sind dagegen unscheinbar und sehen aus wie vertrocknete Blätter. Sowohl die Zeichnungen der Flügelober- als auch der Unterseiten gehören zu der Tarnstrategie des Schmetterlings. Die Augen sollen größere Tiere wie Vögel glauben machen, hier handelt es sich im ein größeres Tier, sind die Flügel zusammengeklappt wirt der gesamte Schmetterling wie ein welkes Blatt.

Tagpfauenauge - Flügeloberseite
Flügeloberseite des Tagpfauenauges

 

Ernährung

Die Raupen sind bei ihrer Nahrung sehr wählerisch, sie fressen fast ausschließlich die Große Brennnessel. Zuerst grüngelb gefärbt werden die Raupen später schwarzen und sind etwa 4cm lang, haben sehr viele schwarze Stacheln und kleine weiße Pünktchen.

Weniger wählerisch sind die Schmetterlinge – sie besuchen diverse blühende Pflanzen sind im Sommer aber bevorzugt an blauvioletten Pflanzen wie z.B. dem Sommerflieder zu finden.

Tagpfauenauge - Flügelunterseite
Tagpfauenauge - Flügelunterseite - für Fressfeinde fast unsichtbar

 

Lebensweise

Mit dem auftreten der ersten blühenden Pflanzen wie z.B. der Weide kann man im Frühjahr die überwinterten adulten Schmetterlinge beobachten. Die Weibchen legen bis zu 200 Eier an die Unterseite der Brennnessel. Nach wenigen Wochen als Raupe und Puppe schlüpfen die Schmetterlinge und sind nach relativ kurzer Zeit fortpflanzungsfähig. Es werden im Jahr zwei Generationen gebildet.

 

Für den Gartenbesitzer besteht keine Gefahr für seine Nutzpflanzen!

Vorheriger Artikel